Jubiläum! Erste freie Volkskammerwahlen der DDR, heute vor 25 Jahren

Anlässlich der ersten freien Volkskammerwahlen in der ehemaligen DDR, am 18. März 1990, wurde heute in der 93. Sitzung des Deutschen Bundestages eine Sonderdebatte abgehalten. Mit 93,4 % lag die Wahlbeteiligung damals unvergleichbar hoch. Die freien Volkskammerwahlen stellten einen Wechsel in der politischen Kultur Ostdeutschlands dar. Die Gewerbefreiheit, die Pressefreiheit und der Aufbau eines sozialen Sicherungsnetzes bestimmten den Wahlkampf. In 38 Sitzungen verabschiedete die Volkskammer 164 Gesetze und fasste 93 Beschlüsse.

„Die Wahlen am 18. März 1990 waren der letzte große politische Umbruch in der DDR, vor dem Beitritt zur BRD am 3. Oktober desselben Jahres. Sie legten damit einen wichtigen Grundstein kurz vor der Wiedervereinigung und nahmen eine erdrückende politische Last von den Schultern der Bürger. Die damalige Aufbruchsstimmung und der Wille zum Wandel spiegeln sich in der überwältigenden Wahlbeteiligung wieder. Ich habe den Entschluss der Parteien, zum Jubiläum eine Debatte anzusetzen, sehr begrüßt“, so Robert Hochbaum.

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