Historischer Tag: Vernichtung der letzen Trägerrakete für Streumunition der Bundeswehr

Auf dem Gelände der Munitionsentsorgungsfirma Nammo Buck in Pinnow ereignete sich am 25. November 2015 historisch bedeutsames. An diesem Tag wurde die letzte Trägerrakete für Streumunition vernichtet. Vertreter der Bundesregierung und des Bundestages kamen an diesem Tag auf dem Betriebsgelände zusammen, um der Zerstörung der letzten Streumunitionsvorräte beizuwohnen. Unter ihnen Befand sich auch der Vorsitzende des Unterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, MdB Robert Hochbaum.

„Heute ist ein guter und wichtiger Tag- nicht nur wegen der hiervon ausgehenden Signalwirkung“, sagte der Vorsitzende des Unterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, MdB Robert Hochbaum vor Ort in Pinnow. „Die Gefährlichkeit der Streumunition liegt darin, dass sie bei ihrem eigentlichen Einsatz größtenteils nicht explodiert und die Submunition als Blindgänger am Ort verbleibt. Hiervon gehen erhebliche Gefahren aus“, erklärte MdB Hochbaum.

Streumunition ist konventionelle Munition, die dazu bestimmt ist, explosive Submunition mit jeweils weniger als zwanzig Kilogramm Gewicht zu verstreuen oder freizugeben. Das Übereinkommen über Streumunition, das sogenannte „Oslo-Übereinkommen“, ist ein am 1. August 2010 in Kraft getretener völkerrechtlicher Vertrag zum Verbot des Einsatzes, der Entwicklung, der Herstellung, des Erwerbs, der Lagerung, der Zurückbehaltung und der Weitergabe von Streumunition. Deutschland hat diese Form der Munition niemals eingesetzt, verfügte aber über
Munitionsbestände. Dem Übereinkommen gehören 87 Vertragsstaaten an, weitere 27 Staaten haben das Übereinkommen unterzeichnet.

„Leider fehlen als Unterzeichner auch noch Staaten wie die USA und Russland. Wir werden jedoch mit aller Energie daran arbeiten, dass alle Staaten diese Form von Munition ächten. Es ist schon schade, wenn wir darüber reden eine atomwaffenfreie Welt zu schaffen, aber es bisher nicht möglich war, eine Welt frei von Streumunition zu erreichen“, so MdB Hochbaum.

Weiteres dazu auch im Bundeswehrjournal auf www.bundeswehr-journal.de und der Website des Bundestages.

Kommentare sind geschlossen.

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: